Verfasst von: Marcel in: 19 Dezember 2008

Amanda Palmer - Who Killed Amanda Palmer
Die Hälfte der Dresden Dolls, die auf den Namen Amanda Palmer hört, hat nun ihr erstes Soloalbum veröffentlicht.
Produziert hat Palmer das Album, in dem sie sowohl gewohnt stimmgewaltig röhrt als auch leisere Töne gekonnt anschlägt, zusammen mit Ben Folds, in dessen Studio in Nashville das Album aufgenommen wurde.
Folds begleitet einige Songs höchst selbst am Klavier, doch auch Palmers eigenes Spiel muss sich an Kraft und Stimmung keineswegs vor den Leistungen Folds’s verstecken.
Überhaupt hat Palmer es nicht nötig, sich zu verstecken, und das weiß die bekenndende Noten-Analphabetin auch selbst: Kraftvoll und stürmisch kommt dieses Album größtenteils daher, als bunter Kessel überbordender Emotionen: Mal ist Palmer wütend, mal verstört, mal traurig – und dabei immer authentisch. Auf ihre ganz eigene Art verpasst sie fast jedem Lied eine kluges, ironisches Augenzwinkern.
So wenig wie sich „Who Killed Amanda Palmer“ auf eine bestimmte Emotion festlegen will, so wenig will sich Palmer selbst mit einem klaren Stil oder Genre zufriedengeben. Mal elektronisch, mal eher von Streichern und Folds’ oder ihren eigenen Tasten-Künsten getragen, kommen die 12 grandiosen Tracks daher. Jeder ist anders, jeder chaotisch – und gerade darum ist jeder von ihnen ein Genuss.
Ansteckend energetisch, hochintelligent und so inspiriert, dass es durchaus noch mein Album des Jahres werden könnte.
Video:
Textzitat:
When I got my abortion I brought along my boyfriend
we got there an hour before the appointment
and outside the building were all these annoying
fundamentalist christians; we tried to ignore them
Querlesen: